Lafnitztal und Ramsar

Lafnitztal von Oben

Das Lafnitztal, Flusslandschaft im Herzen Europas

Die Lafnitz - eine der ältesten Grenzen Europas

Auch gegenwärtig bildet dieser Fluss über weite Strecken die Grenze zwischen den Bundesländern Burgenland und Steiermark.
Der Ursprung liegt im steirischen Wechselgebiet. Nach 110 Flusskilometern mündet die Lafnitz im ungarischen Szentgotthard in die Raab. Die Fließdynamik bildet fortwährenden neue Feuchtgebietslebensräume - optimale Bedingungen für viele Tieren und Pflanzen wie zum Beispiel für:

  • die sibirische Schwertlilie
  • den Storch
  • den Eisvogel

Um diese besonderen Lebensräume zu erhalten, hat Österreich das Lafnitztal im Jahr 2002 als Ramsargebiet ausgewiesen.

Natur spüren, Kultur erfahren im Tal der Mäander

Zu Fuß, auf dem Rad, oder auf dem Pferd - bei der Erkundung des Lafnitztales stehen Interessierten auch Natur-, Kultur- und Landschaftsführer zur Seite.
Das Ramsargebiet Lafnitztal bietet individuelles Naturerlebnis für Familien, Unternehmen, Kindergärten und Schulen.


Hintergrundinformationen zum Ramsargebiet

Das "Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensräume für Wat- und Wasservögel, von internationaler Bedeutung" (Ramsarkonvention) wurde 1971 in Ramsar (Iran) unterzeichnet.
Wesentliches Anliegen der Ramsar-Konvention ist die Förderung der Erhaltung von Feuchtgebieten.
Dem Ramsargebiet Lafnitztal gehören 19 Gemeinden an, die sich zum Verein zur Förderung des Ramsargebietes Lafnitztal zusammengeschlossen haben.
Ziel des Vereines ist die Weiterentwicklung des Naturtourismus im Lafnitztal und die Belebung des geschützten Ramsargebietes Lafnitztal mit nachhaltigen Tourismusangeboten.

Luftaufnahme vom Lafnitztal

Luftaufnahme vom Lafnitzal mit einem Fluss

Ramsar-Gebiet Güssinger Teiche

Auf ca. 150 ha erstreckt sich das Gebiet der Güssinger Teiche, die seit 2013 Ramsar-Gebiet und somit Schutzzone sind, um die darin lebende Artenvielfalt zu schützen. In etwa 50 ha des Gebietes sind Wasserfläche, ca. 20 ha Röhricht- und Verlandungszonen.
Die Güssinger Teiche sind das Zuhause einer großen Anzahl von Fröschen, Kröten, Molchen und Unken, aber auch von Reptilien wie Zauneidechse und Ringelnatter. Insgesamt konnten bisher 244 Vogelarten in diesem Feuchtgebiet gesichtet werden.
Auch die Flora ist hier ganz besonders ausgeprägt. Es kommen hier rund 300 Pflanzenarten vor, darunter unter anderem:

  • die Wassernuss
  • die Gelbe Taglilie
  • die Türkenbund-Lilie
  • die Schwanenblume


Dieses einzigartige Feuchtgebiet zählt außerdem zu den größten Fischteichanlagen in Österreich und befindet sich in Privatbesitz. Die Bewirtschaftung erfolgt nachhaltig, um den langfristigen Erhalt dieser besonderen Zone nicht im Wege zu stehen.

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